Texte von Ulrike Meinhof neu aufgelegt

„Vom achten Mai auf den neunten
im Stammheimer knastjahr sechsundsiebzig
ist Ulrike Meinhof gestorben
worden.
Aus Christian Geissler (k) Maideutsch, Sonderdruck der Christian-Geissler-Gesellschaft e.V.“

Am 9. Mai jährt sich der Tod von Ulrike Meinhof zum 50ten Mal. Auch viele jüngere Menschen haben ihren Namen wohl schon mal gehört.

Doch nur wenige kennen ihre Biografie. Eine der bekanntesten linken Journalistinnen der 1960er Jahre in der BRD wird Teil der Stadtguerilla Rote Armee Fraktion (RAF). Ihr Name und Gesicht steht auf Fahndungsaufrufen und als sie schliesslich verhaftet wurde, haben die Repressionsorgane besonders sie im Visier. Weil sie schon eine längere linke Geschichte hatte, gilt sie als besonders gefährlich. Daran erinnert ein im Verlag Cimarron erschienener Band, in dem Texte von Meinhof aus den Zeiten im Gefängnis dokumentiert sind.

„Die meisten der Texte in dieser Dokumentation sind vor 50 Jahren in verschiedenen Zusammenstellungen veröffentlicht worden, die heute nur noch in Archiven zu finden sind“, heisst es in der editorischen Notiz. Die Texte wurden von ehemaligen RAF-Gefangenen zusammengestellt und sollen 50 Jahre nach ihrem Tod an Ulrike Meinhof erinnern. In der Einleitung wird ihr politisches Wirken in den 1960er Jahren zusammengefasst.

https://www.untergrund-blättle.ch/buchrezensionen/sachliteratur/ulrike-meinhof-knarre-bewusstsein-und-kollektiv-009670.html

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