Pflasterstein-Attacke auf Polizei und Feuerwehr
Randale vor dem 1. Mai
Pflasterstein-Attacke auf Polizei und Feuerwehr
Friedrichshain – Eine Woche vor dem 1. Mai wird der Ton auf den Straßen bereits rauer, die Vorboten ließen nicht auf sich warten: In der Nacht zum Sonnabend wurden Polizisten an der Rigaer Straße angegriffen. Ein Beamter kam ins Krankenhaus.
Gegen 0.45 Uhr hatte eine Straßenlaterne an der für Hausbesetzer-Randale bekannten Straße gebrannt. Beim Eintreffen von Polizei und Feuerwehr versammelten sich mehrere Personen auf den Dächern und warfen mit Pflastersteinen. Ein Stein traf die Scheibe eines Streifenwagens, ein darin sitzender Polizist wurde durch Glassplitter verletzt und wurde zur Behandlung ins Krankenhaus transportiert.
Polizeihubschrauber im Einsatz
Die Leitstelle schickte ein Großaufgebot zum Ort, um die Feuerwehrleute bei ihren Löscharbeiten zu sichern. Auch ein Polizeihubschrauber war in der Luft, um sich eine Übersicht über die Lage zu verschaffen. Nach zwei Stunden schließlich war der Einsatz beendet, die Kriminalpolizei sicherte Spuren und leitete Ermittlungen ein.
Erst am Mittwochabend hatten sich bis zu 20 Personen auf der Fahrbahn der Rigaer Straße zwischen Liebigstraße und Zellestraße um eine brennende Feuertonne versammelt. Auch an diesem Tag kam ein Hubschrauber zum Einsatz, weil sich Personen auf den Dächern aufgehalten hatten. Auf der Straße wurden Bereitschaftspolizisten mit einem Feuerlöscher angegriffen, ein Beamter klagte danach über Reizungen der Atemwege.
Die Gewerkschaft der Polizei (GdP) reagierte auf B.Z.-Anfrage. Landes-Vize Thorsten Schleheider: „So leise es um diese Menschenfeinde geworden ist, weil sie für ihre kruden Ideologien kaum Mitstreiter finden und ihnen die Themen ausgehen – Linksextremisten bleiben ein großes Problem in dieser Stadt, denn sie sind bereit, Polizisten und Feuerwehrleute schwer zu verletzen oder gar zu töten. Es sind die Vorboten des 1. Mai, mit denen die gewaltsuchende Szene traditionell aufmuskelt.“
Ein ranghoher Ermittler sagte B.Z., dass in diesem Jahr zwei Themen den 1. Mai in Berlin prägen würden – der Konflikt im Nahen Osten und die Schließung des Görlitzer Parks. „Wenn sich die Revolutionäre 1.-Mai-Demo am Abend den aktuellen Aktionen Israels und der USA annimmt, sind Krawalle vorprogrammiert.“
Die Berliner Polizei hat ihr Konzept dem der vergangenen Jahre angepasst, in denen es ruhiger verlief als früher. Dennoch werden auch an diesem 1. Mai Unterstützungskräfte der Bundespolizei und aus anderen Bundesländern eingesetzt werden.
https://www.bz-berlin.de/polizei/pflasterstein-attacke-auf-polizei-und-feuerwehr
passiert am 24.04.2026
