Vom Fluss bis zum Meer – alle sollten sicher, gleich und frei sein
„Lassen Sie also Ihre Gedanken ruhen
und wandeln Sie in unseren Schuhen, wenn wir über unsere Geschichte
sprechen.“
Mitschnitt eines Gesprächs von Osama Elewat und Roterm Levin von Combatants for Peace
German:
https://www.antifa-frankfurt.org/wp-content/uploads/2024/03/cfp_veranstaltung_deutsch_sm.pdf
English:
https://www.antifa-frankfurt.org/wp-content/uploads/2024/03/cfp_veranstaltung_english_sm.pdf
*
Aus einem Interview Beitrag:
„Geht es bei den Diskussionen in diesen Veranstaltungen mal härter zu oder kommen nur Menschen mit ähnlichen Einstellungen?
Wir beginnen zunächst damit, dass wir unsere persönlichen Geschichten teilen. Jeder aus seiner Realität, seiner Gesellschaft, und wie wir zu uns selbst gefunden haben. Wir glauben an gewaltfreien Widerstand, wir leben in Frieden miteinander und wir versuchen, unsere Erkenntnisse über diesen Prozess, diese Versöhnung, zu verbreiten. Es geht um das Zusammenkommen, um die Heilung des Traumas, darum, die Regeln und Rollen von Opfer und Täter loszulassen. Und dann gibt es viele Fragen. Manche Menschen werden von unseren Geschichten herausgefordert, weil es ganz besondere Geschichten sind. Sie bieten ihnen eine neue Strategie, eine neue Perspektive für die Zukunft. Manche Menschen sind verwirrt. Sie haben Angst davor, mit uns zu träumen. Es ist beängstigend, ein Träumer zu sein, weil du den Mainstream verlassen musst. Wir kämpfen nicht für die Israelis oder für die Palästinenser, wir kämpfen für die Menschlichkeit. Und ja, die meisten Leute, ich würde sagen 90 Prozent, unterstützen uns sehr. Und sie sind sehr gerührt und bewegt von unseren Geschichten.
Gibt es gar keinen Widerspruch?
Wir haben immer ein paar wenige, die verärgert sind und kämpfen wollen, sie vertrauen nicht und sie haben Angst. Ich verstehe das, ich war auch so, als ich jünger war. Aber jetzt versuchen wir, eine neue Botschaft zu verbreiten, die uns hilft, gemeinsam voranzukommen, alle Israelis und Palästinenser und auch Deutsche und Amerikaner und alle anderen, denn in diesem Konflikt geht es nicht nur um Israel und Palästina. Und wir können die Reaktionen der Welt auf diesen Konflikt sehen. Wir sind uns auch bewusst, dass es Länder gibt, die mitschuldig sind. Sie schicken Waffen. Und diese Waffen schützen niemanden, nicht die Israelis, nicht die Palästinenser, sie schüren nur noch mehr Hass. Menschen verlieren ihre Lieben, verlieren die Hoffnung in die Zukunft und wollen sich rächen. Deshalb sagen wir, dass wir diese Waffen nicht brauchen. Bitte hören Sie auf, uns Waffen zu liefern. Wir brauchen Heilung. Wir müssen zusammenkommen. Wir müssen uns gegenseitig helfen aus diesen Welten, in die wir hineingeboren wurden.“
https://www.kontextwochenzeitung.de/gesellschaft/693/liefern-sie-uns-keine-waffen-mehr-9635.html
***
Zu Combatants for Peace siehe auch:
Ziviler Mut unter Beschuss https://kontrapolis.info/17246/
