#НeтBoйнe – noch immer #GegenDenKrieg

Am 24. Februar 2022 überfiel die russische Armee die ukrainische Bevölkerung – inzwischen dauert dieser vollumfängliche Krieg ein ganzes Jahr an. In der Ukraine, im Jemen, in Syrien, in Äthiopien: Das Ausmass an Tod, Leid und Horror, das Kriege mit sich bringt, ist unermesslich. Mit jeder weiteren Stunde, jedem weiteren Tag, jedem weiteren Monat.

Vor einem Jahr haben wir unseren Spendenaufruf gestartet, in Solidarität mit anarchistischen, antiautoritären und (queer)feministischen Aktivist:innen in der Ukraine, in Russland und in Belarus. Damals gab es viel Aufmerksamkeit für den Krieg und die Situation der Betroffenen – das hat sich mit der Zeit verändert: Wie so oft setzte wohl auch angesichts dieses Krieges bei vielen eine Art «Gewöhnung» ein.

Aber wir wollen uns nicht an den Horror des Krieges gewöhnen, wir wollen langfristig und verbindlich solidarisch sein. Und wir wollen uns und euch daran erinnern, dass die Mitstreiter:innen in der Ukraine, in Belarus und Russland nach wie vor in einer beschissenen Situation sind – und Unterstützung nach wie vor enorm gut gebrauchen können.

Im Verlauf des vergangenen Jahres sind durch die Solidaritätskampagne nicht zuletzt auch persönliche Kontakte und Vernetzungen entstanden. Wir haben im Mai eine Infotour der damaligen Gruppe Operation Solidarity mitorganisiert und im Oktober mit dem Anarchist Black Cross (ABC) Belarus Veranstaltungen gemacht. Dabei durften wir liebe Leute kennenlernen. Wir haben Infoblätter und Broschüren zum Krieg zusammengestellt und vielerorts publiziert und aufgelegt.

Durch den Aufruf ist es gelungen, verschiedene kämpferische Projekte finanziell zu unterstützen, wobei sich die unterstützten Gruppen mit der Zeit auch verändert haben, denn Initiativen wurden zusammengelegt, neue sind entstanden oder Leute kamen gezielt mit Anfragen auf uns zu.

Der Krieg dauert weiter an; wir führen den Spendenaufruf weiter. Und was uns dabei besonders wichtig ist: Im Moment sammeln wir unter anderem für einen russischen Anarchisten im Exil. Er war und ist Teil von zahlreichen sozialen Kämpfen, 2022 organisierte er zum Beispiel die Antikriegsproteste in seiner Heimatstadt mit und beteiligte sich am Aufbau eines anarchistischen Zentrums.

Wir sammeln nun Geld, um ihm sein Leben, zwar im Exil, aber ohne Aufenthaltsbewilligung, mit zu ermöglichen – und dabei können wir jeden noch so kleinen Beitrag gebrauchen.

Wir danken euch für eure Soli – gestern, heute und morgen.
Kein Krieg, kein Staat, kein Patriarchat; für ein gutes Leben für alle!

Kontoverbindung und Kontakt:
CH42 0839 0035 1389 1000 2
Betreff: Gegen den Krieg
Infoladen Magazin
Inselstrasse 79
4057 Basel
magazin@riseup.net
magazin.noblogs.org

spendenaufruf.jpg