(le) Anschlag auf MAN
Als Teil der überregionalen, vielförmigen Anstrengung gegen Aufrüstung und Militarisierung haben wir dem MAN-Werkstattshofs einen Besuch abgestattet. Unser Ziel ist es, den mit hohen Aufwand geplanten Krieg zu verhindern und im Zuge dessen konkret die Planung, Leipzig als neuen Rüstungsstandort zu etablieren, im Keim zu ersticken. Es sollten durch diese akribisch vorbereitete Aktion ca. 30 LKWs und Kleinwägen einen Komplettschaden haben. Ein Gesamtschaden von mehreren Millionen Euro wird entstehen. Diese Aktion steht im Kontext der aufkeimenden Bewegungen gegen die Wehrpflicht und die Kürzungen. Sie ergänzt die richtige Kritik und den Druck von der Straße um eine praktische Komponente, die nicht ignoriert, befriedet oder reformiert werden kann!
Der LKW- und Nutzfahrzeuge Hersteller MAN mit Sitz in München verkauft seine LKW nicht nur an Armeen auf der ganzen Welt, sondern hat auch eine eigene Militärsparte und stellt gemeinsam mit Rheinmetall im Kooperations-Unternehmen Rheinmetall MAN Military Vehicles (RMMV) Fahrzeuge speziell für den Militärischen Bedarf her.
Mehrere Millionen Euro Verlust bedeutet selbst für ein Milliarden schweres, internationales Unternehmen eine Einbuße, die entscheidungsrelevant werden kann. MAN ist in fast allen großen Städten mit Standorten vertreten und dadurch angreifbar. Viele andere Unternehmen mit einem ähnlichem Engagement in der Rüstungsindustrie ebenfalls (https://ruestungsindustrie.nublogs.org/). Es ist leicht einen großen Schaden zu verursachen, sobald mehr Menschen die Notwendigkeit zu handeln erkennen und aktiv gegen die Militarisierung eingreifen.
An alle Aufrüstungsunternehmen: Lest dies als implizite Drohung, die in dieser Aktion steckt. Rechnet regelmäßig nach, ob sich die Investition in das Abschlachten von Menschenleben lohnt. Wundert euch nicht, wenn eure vulnerablen Parkplätze wieder in Flammen aufgehen werden.
Doch wir wollen unseren Horizont nicht auf das Sterben im anstehenden Krieg verengen, sondern sehen die Effekte der Militarisierung schon heute in vielen Bereichen des Lebens. Neben den Plänen das Gesundheitssystem auf Kriegstriage umzustellen und den KI-Überwachungsstaat einzurichten, soll uns jede erkämpfte soziale Absicherung gekürzt werden. Unser Gürtel soll enger geschnallt werden, während die Gewinne und ausgezahlten Dividenden schön auf Rekordniveau gehalten werden müssen. In der komplizierten Welt der Unternehmensverpflechtungen, wo es zwar Unmengen an Auswahl im Supermarkt gibt und theoretisch einen Markt voller konkurrierender Unternehmen, sind es in der Realität wenige große Mutterkonzerne, die viele andere besitzen und wiederum von Investmentfirmen beeinflusst werden. So kommt es, dass nicht nur MAN eigentlich zu VW gehört sondern VW auch noch maßgeblich unter dem Einfluss der Strategien von Blackrock steht. Die geplante Werksschließung von VW in Zwickau, die menschenfeindliche Politik des Kanzlers als ehemaliger Blackrock-Lobbyist und die Machenschaften von MAN in der Militarisierung lassen sich in Verbindung setzen. So soll dieser Angriff verstanden werden, dass wir die Gesamtheit der legalen Verbrechen des Kapitals ins Visier nehmen. Wir verfolgen was ihr tut und werden versuchen, die angreifbare Stelle in den Plänen zur Militariserung der Gesellschaft zu finden!
Rechnet mit uns!
Solidarität mit den Schüler*innen weltweit, die sich die Straße selbstbestimmt ohne Vormund von Autoritäten nehmen. Bleibt weiterhin Mutig, blockiert Schulen, plündert Luxusboutiquen und stellt das kapitalistische System in Frage.
gefunden unter:
http://hq73inugsyl5pzhnbm2uonuq6h2veztdhicvoiefhlofrzbbwa57xsad.onion/node/1792682214976235/