Wir gehen rein – und die Dokumente gehen raus / Übersichten, Adressen, PDFs und alles was das Herz begehrt!

Angesichts der akuter werdenden Räumungsbedrohung gegen die Rigaer94 diesen Sommer, möchten wir in Solidarität mit dem bedrohten Projekt noch einmal auf ein paar Kleinigkeiten aufmerksam machen. Im August letzten Jahres sind wir in das Büro von Leonid Medved, dem möchtegern-Eigentümer der Rigaer94 eingebrochen, haben alles an Dokumenten mitgenommen was wir tragen konnten und einen Feuerlöscher im Büro entleert. Wenig später haben wir die erste Runde an Dokumenten veröffentlicht und konnten somit Informationen über den ursprünglichen Kauf des Hauses, Leonids Anwält:innen, Verstrickungen mit Politik und Justiz und weiteres ans Licht bringen. In der zweiten Runde konnten wir dann auch ein paar Dokumente über ihre dubiosen Spielautomaten-Geschäfte beisteuern.
Im Folgenden wollen wir weitere Dokumente veröffentlichen, die wir noch so gefunden haben. Ihr findet alles auf dem Blog lafoneinvest.noblogs.org
Es gibt drei tabellarische Übersichten – zu den Firmen, den Objekten und den Personen, in denen die Dokumente aus denen die Infos kommen verlinkt sind. Auf den Unterseiten finden sich dann erneut alle Dokumente als PDF zum Ansehen oder Herunterladen.
Wer also auf der Suche nach Meldeadressen ist, um gewissen Akteur:innen einen Besuch abzustatten, nach Autos, um sich an diesen auszutoben oder nach Kundennummern, um Konten aufzulösen, zu belasten oder Ähnliches – die Übersichten und Dokumente zu durchstöbern, kann sich lohnen! Auch wenn man eine interaktive Stadtkarte erstellen wollen würde, gäbe es hier genug Adressen, um sie zu füllen…
Werdet ruhig kreativ und nutzt dafür die Ergebnisse unserer Recherche. Teilt sie und ergänzt neue Infos, falls ihr (zufällig) noch mehr herausfinden solltet!
Lasst uns die Rigaer94 verteidigen – auf dass sich weder Leonid Medved noch irgendein anderer Immobilienhai in dieser Stadt sicher fühlt!

Ob Autonom, Anarchist:in oder Antigentrifizierungsbewegt, als Teil der Häuserkampfbewegung oder als Mieter:innen: Es gibt viel für uns zu tun, die Rigaer94 als das letzte (teil-)besetzte Haus Berlins und damit auch wichtigen Ort der Berliner Besetzungsgeschichte und kämpfender Mieter:innen gemeinsam und dezentral zu verteidigen.

Wer nach autonomer Inspiration sucht, da haben wir ein wenig von früher gefunden. 2021 wurden unter anderem Autos des Brandschutzexperten, der die Rigaer94 begehen sollte, angezündet und ein Büro der Grünen in Leipzig mit Farbe und Hämmern besucht.
2016 wurde neben vielen anderen Dingen das Auto des damaligen Eigentümer-Anwalts abgefackelt. Deswegen erschien dieser nicht vor Gericht und sorgte damit für die Niederlage des Eigentümers vor Gericht. Im Wedding fanden sich 100 Personen für eine Scherben-Sponti zusammen.
Eine ausführliche Übersicht über Soli-Aktionen nach der Teilräumung 2016 findet ihr hier.

Bis bald! Eine Berliner Waschbärenbande