FREE ALL ANTIFAS – Abolish Prisons – Werbebanner an der Pankstraße umgewidmet

kurzer Teaser:

Ob Rondenbarg, Antifa Ost oder Budapest – unter dem Eindruck international sichtbarer werdender faschistischer Tendenzen ist es wichtiger denn je widerständig zu bleiben. Sich nicht einem vermeintlichen Schicksal zu ergeben, sich von den “vielen Fronten” lähmen zu lassen. Um alle zu Grüßen, die die Dinge selbst in die Hand nehmen, die kämpfen gegen reaktionäre Kackscheiße und für die Veränderung, für eine bessere Welt für Alle! wurde in der Nacht von Sonntag auf Montag ein ehemaliges Werbebanner an einer Bullenwache umgewidmet.

Warum ist es wichtig, dass Nazis auf die Fresse brauchen und Knäste nüscht besser machen?

Wir wollen hier nicht wiederholen, was schon tausend mal durchanalysiert, gesagt und geschrieben wurde. Kurzum: “Es macht den Nazi kein Geschwätz nicht leis, da müssen Knüppel her!” Wir alle verspüren auf vielen Ebenen eine gesellschaftliche Verschärfung. Vor allem überall da, wo sich linker Widerstand gegen die Verhältnisse regt, reagiert der Staat auch mit einer verschärften Repression. Wenn das System in Frage gestellt wird, ist es klar, dass das System sich wehrt. Aber wir spielen euer Spiel nicht mit und schon gar nicht eure Unterteilung in gute und schlechte Gewalt! Gewalt erzeugt Gegengewalt und überall da, wo sie notwendig ist um eine Gegenmacht von unten aufzubauen, bleiben wir in unseren Praxen stabil. Jetzt ist handfester Widerstand wichtiger denn je und wir dürfen uns nicht entmutigen lassen – dafür steht das ehemalige Werbebanner an der Pankstraße was jeden Bullen zu Schichtbeginn grüßt als Symbol!

Warum sind unsere Werte und Praxen wichtiger denn je? Weil unsere Solidarität Ausdruck findet, in einem gemeinsamen Ziel und einer gemeinsamen Praxis, für die Idee von einer besseren Welt, für alle Menschen gleichermaßen. Wenn wir den Blick kurz auf größere Zusammenhänge richten, sehen wir eine Welt in multiplen Krisen. Die Wahrnehmung einer gesamtgesellschaftlichen Verschärfung ist Ausdruck einer Krisentendenz, die dem Kapitalismus inhärent ist. Daneben reiht sich der Aufschwung, bzw. die Sichtbarwerdung von schon immer dagewesenen faschistischen Tendenzen, die Normalisierung in der Öffentlichkeit und Politik erfahren. Diese wahrnehmbaren Verschärfungen sind Produkte einer regressiven Politik als Reaktion auf die Krisen. Ob es die erneuten Asylrechtsverschärfungen sind, oder aber auch eine schärfere Verfolgung von systemkritischen Bewegungen. In Zeiten der Krise haben die Herrschenden ein höheres Interesse daran progressive Ideen und Lösungsansätze zu sanktionieren, da diese gerade jetzt eine stärkere Gefahr für das Fortbestehen des Systems darstellen. Das System in der Krise versucht sich zu stabilisieren, indem Probleme und Ursachen woanders gesucht werden: z.B. bei “Linksextremisten” oder Geflüchteten, anstelle von Verteilungsfragen. Dies setzt in der öffentlichen Wahrnehmung ein Framing von das ist das “eigentliche” oder “wahre Schlimme” und kann einer Ablenkung von den Ursachen dienen, u.a. davon, dass es bei Asylrechtsverschärfung und der Festung Europa um die Verteidigung des Wohlstandes im Herzen der kapitalistischen Hydra geht.

Werden diese systemstabilisierenden Framings in Frage gestellt, ergibt sich daraus ein höheres Verfolgungsinteresse – allgemein und insbesondere da, wo das staatliche (Gewalt)monopol in Frage gestellt wird. ABER für uns ist klar: Ein gutes Leben für alle ist in diesem System nicht möglich. Jetzt ist es notwendiger denn je progressive Perspektiven stark zu machen und linke Deutungen aufzuzeigen. Das System ist die Krise! Wir ergeben uns nicht den Deutungen der Herrschenden.

Wir erwarten eh nichts von diesem Staat! Seine Repression und Ideale wollen wir nicht, wir lehnen sie ab! Ihre Repression sollte uns nicht lähmen, sondern zusammen stehen lassen. Faşizme karşı omuz omuza!

Wir bedanken uns bei Allen, die sich nicht haben entmutigen lassen und bei denen, die es immer noch nicht tun. Egal ob in Freiheit und Aktion oder in den Mühlen der Klassenjustiz – Andreas Krebs bleib stark!

Lasst uns Bewegungsräume wieder erlangen! Es gibt sie weiterhin. Sucht sie Euch! Organisiert, mutig und mit kühlem Kopf dem Faschismus dem Kampf ansagen. Hier und Überall.

Um diese Möglichkeiten aufzuzeigen haben wir eine Plakatwand neben der Bullenwache an der Pankstrasse enteignet und nutzen sie, um alle von Repression betroffenen oder bedrohten Antifas zu grüßen. Wir zeigen den Prügelknechten dieses Staates einen dicken Mittelfinger!

An Alle in den Knästen

An Alle Untergetauchten

An Alle die Unterstützen & Verstecke bieten

An Alle auf den Straßen

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passiert am 18.02.2024