ACHTUNG: Berliner Kundgebung gegen die Todesstrafe am 10.10. HINTER die US Botschaft verlegt
Der Berliner Versammlungsbehörde scheint nach mehrmonatiger vorheriger Anmeldung aufgefallen zu sein, daß das „Festival of Lights“ ebenfalls am kommenden Samstag rund um das Brandenburger Tor stattfindet. Sie priorisieren dieses gegen die Kundgebung am Internationalen Tag zur Abschaffung der Todesstrafe.
Nun haben sich die Veranstalter*innen bereit erklärt, den Protest HINTER die US Botschaft zu verlagern:
Behrensstr. / Eberstr. gegenüber US Botschaft
(mit dem Stelenfeld im Rücken)
Sa. 10. Oktober 2026 – 19 – 20:00 Uhr
Der Aufruf:
Abschaffung der Todesstrafe überall!
Stoppen wir die Hinrichting von Keith LaMar!
Kommt am 10. Oktober 2026, dem internationalen Tag gegen die Todesstrafe, von 19 – 20:00 Uhr hinter die US Botschaft, Behrensstr. Ecke Ebertstr. – U5-Brandenburger Tor
Noch immer wird die Todesstrafe, also das staatliche Ermorden von Gefangenen in vielen Teilen der Welt durchgeführt. Seit vielen Jahren lässt sich zwar ein weltweiter Trend gegen die Todesstrafe beobachten, aber es ist genau wie mit allen anderen Kämpfen für Gerechtigkeit und um Befreiung: neben den Erfolgen gibt es auch Stillstand und Rückschläge. Neben China mit den meisten Hinrichtungen der Welt sehen wir das auch in drei Ländern, die in letzter Zeit immer wieder im Zentrum der internationalen Aufmerksamkeit stehen, nämlich im Iran (zur brutalen Niederschlagung von Massenprotesten) , Israel (mit rassistischer Sondergesetzgebung) und den USA (zur Erhaltung der Weißen Vorherrschaft). Kein Staat hat das Recht, Gefangene zu foltern und zu töten!
Ein Gefangener im US Bundesstaat Ohio kämpft derzeit gegen seine drohende Hinrichtung und den Rassismus und Klassismus, die seinem Urteil zu Grunde liegen: Keith LaMar. Er wurde nach dem Lucasville Gefängnisaufstand von 1993 zum Tode verurteilt. Er wurde für den Tod mehrerer Schließer verantwortlich gemacht. Dabei ist unstrittig, dass er gar nicht an dem Aufstand teilgenommen hat. Der Afroamerikaner Keith LaMar wurde von einer ausschließlich weißen Jury für schuldig befunden. Er hatte zuvor sich und andere Gefangene als Jailhouse Lawyer (Gefangenenanwalt) juristisch gegen die willkürliche Gewalt im Knast verteidigt und war den Behörden ein Dorn im Auge. Zuerst wurde ihm ein Deal angeboten: er solle sich schuldig bekennen, um die nach dem Aufstand über die Zustände im bundesstaatlichen Gefängnis empörte Öffentlichkeit zu beruhigen und Kritik verstummen zu lassen. Dafür wurde ihm keine Verschärfung seiner ursprünglichen Haft in Aussicht gestellt. LaMar verweigerte das und wurde ohne Chance auf Verteidigung durch gefälschte Aussagen in einer rassistisch aufgeladenen Verhandlung in wenigen Stunden zum Tod verurteilt.
Stoppen wir die Hinrichtung von Keith LaMar!
Freiheit für Keith LaMar – Free Them All!
Abschaffung der Todesstrafe – überall!
www.freiheit-fuer-mumia.de
passiert am 10.10.2026




